Mann

Wenn Männern Brüste wachsen

Gastbeitrag von Univ.-Prof. Dr. Edvin R. Turkof

Mann Brueste

Bei 50 % aller Männer finden sich unter der Brustwarze Zellnester aus Brustdrüsengewebe. Unter hormonellem Einfluss können diese Zellen an Größe zunehmen.

Bei 80 – 90 % der Fälle liegt keine krankhafte Ursache vor: die während der Pubertät des jungen Mannes stattfindende hormonelle Umstellung führt zu einer Größenzunahme des Brustdrüsengewebes, die sich normalerweise nach der Pubertät wieder zurückbildet. Findet diese Rückbildung nicht statt, verbleibt ein Knoten. Nur selten (10 – 20 %) liegt eine Störung des Hormonhaushalts vor. Diese Störung kann durch einen Tumor, durch Leber- und Nebennierenerkrankungen, durch Schilddrüsenüberfunktion, durch die Einnahme von Medikamenten oder durch altersbedingte hormonelle Entgleisung bedingt sein. 

Medizinisch unterscheidet man zwischen der Gynäkomastie vera und der Lipomastie. Bei der echten (vera) Gynäkomastie befindet sich unter der Brustwarze Brustdrüsengewebe. Bei der Lipomastie ist nur vermehrt Fett vorhanden. Fast immer (95 %) handelt es sich jedoch um eine Mischform: neben vergrößertem Brustdrüsengewebe liegt auch vermehrt Fett vor. 

Behandlung der Gynäkomastie

Die Korrektur der Gynäkomastie geht nur chirurgisch, wobei drei Aspekte zu berücksichtigen sind: Entfernung des Brustdrüsengewebes, wenn notwendig (sehr häufig) Entfernung des umgebenden Fett sowie (relativ oft) Straffung der Haut. Je nach Ausprägung kann die OP in örtlicher Betäubung, Dämmerschlaf oder Vollnarkose, bzw. ambulant oder stationär durchgeführt werden. 

Ergebnisse 

Für die betroffenen Männer bedeutet eine gelungene Korrektur sehr viel. Jahrelanges Schamgefühl und das Tragen von T-Shirts beim Baden hat ein Ende. 

Univ.-Prof. Dr. Edvin R. Turkof 
Rahlgasse 1 - 1060 Wien

Telefonische Anmeldung und Information: Mo-Fr, 587 00 00

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