Leben

Zwei Quadratmeter Haut

... müssen geschützt werden.

Dellen sind nur beim Golfball schoen

Zwei Quadratmeter Haut ... sind elastisch, schützen vor Druck, Zug, Verletzungen, vor Wind, Wetter und vor dem Austrocknen. Sie halten Schmutz und Keime fern, sind wichtig für das Immunsystem und den Stoffwechsel – wie zum Beispiel für die Bildung von Vitamin D.

Um diesen Prozess zu aktivieren, wird Sonne gebraucht und zwar direkt auf die Haut. Je nachdem von welchem Typ unsere zwei Quadratmeter sind, kann sich die Haut vor den negativen Einflüssen der Umwelt und der Sonne selbst schützen. Zusätzlich zum Eigenschutz liegt es aber in unserer Verantwortung, sie bestmöglich dabei zu unterstützen.

Ganz ohne Flugticket ...

... bekommt man die Mallorca-Akne. Sie ist die häufigste lichtbedingte Hautkrankheit in Europa. Auch wenn eine eindeutige Ursache nicht geklärt ist, besteht ein Zusammenhang des Einwirkens der UV-Strahlung in Kombination mit fetthaltigen Sonnenschutzmittel, starkem Schwitzen und der körpereigenen Talgproduktion der Haut. Die Hautveränderungen mit stecknadelkopfgroßen, juckenden Knötchen am Hals, am Dekolleté und an den Schultern treten meist einige Tage nach den ersten ausgiebigen Sonnenkontakt auf. Ein Platz im Schatten, Kühlung mit Gels, kalte Umschläge, Topfenwickel, Kamillenextrakt... versprechen in den meisten Fällen eine rasche Heilung. Dass die Haut – auch wenn man Sonnenlicht bis dato gut vertragen hat – plötzlich mit allergieähnlichen Symptomen reagiert, kann auch andere Ursachen haben. Die Einnahme bestimmter Arzneimittel, die Verwendung von Parfum oder parfümierten Cremes aber auch der Kontakt mit Pflanzen (Sellerie, Petersilie...) kann entsprechende Hautreaktionen auslösen.

Wenn die Haut brennt

Ein Sonnenbrand ist eine sichtbare Entzündungsreaktion der Haut, ausgelöst durch ein Zuviel an UV-Strahlung – und zwar der kurzwelligen UV-B-Strahlen, die für die Bräunung der Haut zuständig sind. Eine zu hohe Dosis an UV-A-Strahlen kann ebenso mitbeteiligt sein, generell dringen diese Strahlen aber tiefer in die Haut ein und beschleunigen die Hautalterung bzw. erhöhen sie das Risiko von Hautkrebs. Ein dem Hauttyp angepasster Umgang mit der Sonne und das Vermeiden der Mittagssonne sowie die Verwendung von Sonnenschutzprodukten mit hohem UV-A- und UV-B-Schutz gewährleisten einen guten Basis-Schutz.

Wenn es doch einmal passiert und der körpereigene Reparaturmechanismus der Haut mit einem Zuviel an Strahlung überfordert ist, gibt es einige Behandlungsmethoden, die die Symptome lindern. Die Einnahme von 1000 mg Acetylsalicylsäure hemmt die Entzündungsbotenstoffe. Kühlen, kühlen, kühlen – das Wichtigste, um Schmerzen zu lindern – am besten mit Kompressen aus Leinentüchern, die in Wasser getaucht werden. Die beliebten Umschläge mit Topfen oder Joghurt sind mit Vorsicht zu genießen, da die Bakterien der Milchprodukte zusätzlich Infektionen auslösen können.

Kolloidale-Silber-Cremes, Aloe-Vera-Gels und Schaumsprays, die kühlen und Feuchtigkeit zuführen, unterstützen den natürlichen Heilungsprozess und lindern die Hautreizung.