Leben

Warum wir im Urlaub so oft krank werden

Hotelbett statt Liegestuhl

Urlaub krank

Geplant war Griechenland, Strand, Sonne, Liegestuhl, Cocktails, Entspannung pur. Daraus wurde Fieber, Schüttelfrost, Kamillentee, Hotelbett, Frust.

Laut Anne Wüstmann von der "Apotheken Umschau" ist Stress die Hauptursache dafür, dass manche Menschen krank werden, wenn sie gerade anfangen, sich zu entspannen. Wer permanent unter Strom stehe, den treffe es besonders häufig: "Das sind zum Beispiel Freiberufler, Führungskräfte, aber auch Schichtdienstler, Ärzte oder Pflegepersonal. Bei diesen Personen ist laut Studie das Risiko vier Mal höher als bei Nichtgestressten, dass sie im Urlaub krank werden. Typische Poststress-Symptome sind Erschöpfung, Wochenendmigräne oder sogar Schmerzen und auch eine erhöhte Infektanfälligkeit."

Wissenschaftler gehen davon aus, dass dauerhafter Stress unser Nerven- und Immunsystem belastet, erläutert Wüstmann: "Dazu sollte man wissen, dass Nerven- und Immunsystem eng miteinander verbunden sind. Bei Stress schüttet der Körper Kortisol aus, das unsere Immunabwehr ein bisschen abschwächt. So kann es dann schon einmal passieren, dass Erkältungssymptome zunächst ausbleiben. In Entspannungsphasen wie im Urlaub oder am Wochenende normalisiert sich der Kortisolspiegel wieder und prompt kommt der Infekt."

Was können wir tun, damit wir nicht durch zu viel Stress krank werden?

Wüstmann: "Fast die Hälfte derjenigen, die beruflich stark belastet sind, machen gar keine Pause. Oft helfen da schon Gespräche mit Vorgesetzten oder mit Angehörigen. Und dann sollte man einfach seine Pausen wie Mittagspause oder Kaffeepause bewusst einplanen."

Der beste Stress-Killer ist Bewegung, schreibt die "Apotheken Umschau". Wer zum Beispiel drei Mal pro Woche 30 Minuten stramm marschiert, baut deutlich Stress ab.

Krank im Urlaub – Informationen der Arbeiterkammer

Im Urlaub krank zu werden, ist unangenehm. Allerdings verlieren Sie die Urlaubstage, an denen Sie krank werden, unter bestimmten Voraussetzungen nicht. Hier finden Sie Informationen der Arbeiterkammer.