Leben

Säge im Bett

Schnarchen ist mehr als eine lästige Ruhestörung

schnarchen

„Männer müssen schnarchen, um ihre Frauen vor wilden Tieren zu schützen“ – so die Erklärung von Doris Dörrie in ihrem Film „Männer“. Dass dieses heroische Ansinnen für die Betroffenen und deren Partner jedoch eine große Belastung darstellt, ist die Kehrseite der Medaille. 

Auslöser für das „normale“ Schnarchen gibt es viele. Der uns wohl bekannteste ist der Alkohol, der die Rachenmuskeln erschlaffen lässt, was auch bei regelmäßiger Einnahme von Schlafmittel passieren kann. Ebenso bei einem nicht richtig arbeitenden Darm, der zu einer Fehlverdauung mit Fermentationsprozessen führt. Anatomisch bedingte Ursachen sind eine Verkrümmung der Nasenscheidewand, vergrößerte Polypen und Rachenmandeln, eine zu große Zunge, eine Fehlstellung des Unterkiefers...
Sie verengen den Atemweg und lassen Schnarchgeräusche entstehen.

Wenn auch lästig, um eine Krankheit handelt es sich beim Schnarchen nicht. Gefährlich wird es erst, wenn Unregelmäßigkeiten beim Atmen oder Atemstillstände auftreten, die länger als 10 Sekunden andauern, wodurch der Sauerstoffgehalt des Blutes abfällt. Dann sollte man sich in ärztliche Behandlung begeben. Eine Therapie mit einer Gaumenspange oder ein Nasenpflaster können schon helfen. 

Bei schweren Fällen kann auch eine Operation in Betracht gezogen werden. Und... in jedem Fall kann man es mit fünf Übungen versuchen – täglich: 

I. die Zungenspitze gegen das Dach der Mundhöhle pressen und rückwärts rutschen lassen (20 Wiederholungen) 

II. die Zunge gegen die Daumendecke saugen und dagegen pressen (20 Wiederholungen) 

III. den hinteren Teil der Zunge nach unten drücken, während die Zungenspitze weiterhin die unteren Schneidezähne berührt (20 Wiederholungen) 

IV. den hinteren, weichen Teil der Gaumendecke und das Zäpfchen anheben, dabei den Vokal „A“ sagen (20 Wiederholungen) 

V. mit der Fingerspitze den Wangenmuskel nach außen drücken (zehn Wiederholungen pro Seite)