Leben

Klinisch getestet – oder nicht?

Labels auf Kosmetikprodukten

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Steht auf einem Kosmetikprodukt „klinisch getestet“, geht man davon aus, dass dieses Produkt auch tatsächlich strengen Testverfahren unterzogen wurde und dementsprechend qualitativ hochwertig ist.

Ähnliches erwartet der Konsument auch von Waren mit dem Claim „dermatologisch bestätigt“. Und genau beim Wort „Claim“ liegt das Problem: übersetzt bedeutet das so viel wie „Behauptung“ – es handelt sich dabei also um eine Werbeaussage und keine garantierte Qualitätseigenschaft. Die EU hat festgelegt, dass Claims lediglich belegbar sein müssen. Ob an einer klinischen Studie 10 oder 1000 Personen beteiligt waren, ist nicht relevant. Auch nicht, ob das Ergebnis positiv oder negativ ausfiel. Liest man auf einem Produkt „getestet“, ist daraus nicht abzuleiten, WIE es getestet wurde. 

Ähnliches gilt für die Aussagen „Dermatologisch getestet“ oder „Klinisch getestet“ – es gibt keinen Kriterienkatalog, welche Anforderungen diese Tests erfüllen müssen. Bleibt also die Hoffnung, dass die Hersteller von Kosmetikprodukten umfangreiche Tests durchführen, um die Sicherheit der Produkte zu gewährleisten und das Risiko für Rückrufaktionen möglichst gering zu halten. 

Machen Sie den Test!

Testen Sie neue Produkte zunächst auf der Haut der Ellenbeuge und warten Sie drei bis vier Tage ab. Sobald man merkt, dass ein Produkt die Haut irritiert, reizt oder rot werden lässt, ist es sinnvoll, das Mittel abzusetzen – und eventuell auch einen Hautarzt zu konsultieren.