Leben

Es fliegt, es fliegt ...

Die Pollensaison hat ihren Höhepunkt erreicht.

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Es juckt und brennt, die Nase läuft, manche kämpfen mit Atemnot – wir befinden uns in der Heuschnupfen-Hochsaison. 

Ausgelöst werden die Atemwegserkrankungen durch Pollen, also dem Blütenstaub von Bäumen, Sträuchern, Gräsern, Getreide und Wildkräutern. Die Befruchtungszellen der Pflanzen entleeren bei Berührung mit der menschlichen Schleimhaut ihren Zellinhalt und lösen damit bei etwa einer Million Österreichern allergische Reaktionen aus. Diese Pollen fliegen besonders im April und Mai: Die Zeit ohne Pollen in der Luft ist nur noch sehr kurz, Allergiker können sich lediglich zwischen Mitte Oktober und Mitte Dezember auf zwei garantiert pollenfreie Monate verlassen. Erste Beschwerden sind juckende und gerötete Augen und ein Kribbeln in der Nase. Dann schwellen die Schleimhäute an und es kommt zu Tränenfluss, Niesattacken und verstopfter Nase. Hinzu kommen Kopfschmerzen, Müdigkeit und Lichtempfindlichkeit. 

Vielen ist das jedoch gar nicht bewusst. Sie halten diese Symptome für eine Erkältung. Das kann böse Folgen haben: Ohne Behandlung kann sich Heuschnupfen nämlich zu chronischem Asthma entwickeln.
Der Arzt berät Sie auch darüber, welche Möglichkeiten der Behandlung für Sie in Frage kommen – ob Nasenspray und Augentropfen, antiallergische Tabletten oder Mittel auf homöopathischer Basis. 

Unsere Tipps gegen Heuschnupfen:


I. Abends duschen und Haare waschen: Sonst fallen nachts die Pollen auf das Kopfkissen und werden eingeatmet.

II. Halten Sie Ihren Schlafraum frei von Pollen: Ziehen Sie sich im Badezimmer um und wischen Sie den Boden im Schlafzimmer regelmäßig. Nutzen Sie den Regen: Er spült die Pollen aus der Luft, vorausgesetzt es regnet länger als 15 Minuten. Nutzen Sie die Zeit danach für einen ausgiebigen Spaziergang. 

III. Lüften ja, aber: Nur kurz, am besten nachts oder während bzw. nach dem Regen; war es ein richtiger Schauer, warten Sie eine halbe Stunde. 

IV. Medikamente lindern Symptome: Antiallergisch wirkende Nasensprays, Augentropfen oder Tabletten helfen Ihnen, gut durch die Heuschnupfenzeit zu kommen. 

V. Nicht draußen trainieren: Bei schwerer körperlicher Anstrengung im Freien riskieren Sie Atemnot und heftige allergische Reaktionen. Gehen Sie lieber in ein Fitness-Studio oder Hallenbad. 

VI. Davonlaufen hilft: Verreisen Sie, wenn die Pollen fliegen – am besten ins Hochgebirge, ans Meer oder in die Wüste. 

Informieren Sie sich beim Österreichischen Pollenwarndienst auf www.pollenwarndienst.at: aktuelle Belastungen und individuelle Prognosen – angepasst an Allergene und Postleitzahl, die sie eingeben. Gibt’s auch als App. 

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Grafik: Andrea Hörndler, jungbrunnen.me