Leben

Bin im Wald!

Neun von zehn ÖsterreicherInnen nutzen den Wald in der Freizeit.

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90 Prozent der Österreicher nutzen den Wald in der Freizeit, rund jeder Zweite geht im Wald am liebsten spazieren, jeder Fünfte nützt den Wald für sportliche Aktivitäten wie Wandern, Laufen oder Radfahren.

Das entspricht auch der gesundheitsfördernden Wirkung, die dem Wald zugeschrieben wird: regelmäßige Waldaufenthalte tragen zur körperlichen Erholung und Regeneration, zum Stressabbau, zur Stärkung der Immunabwehr, zur Verbesserung der Schlafqualität oder zur Harmonisierung des zentralen Nervensystems bei.

Das betonte die Umweltmedizinerin Daniela Haluza vom Institut für Umwelthygiene der MedUni Wien: „Der Wald befriedigt dabei essenzielle körperliche, seelische und soziale Bedürfnisse, die sich grundsätzlich sehr positiv auf die Gesundheit des Menschen auswirken“. Außerdem ist der Wald auch als Erfahrungs- und Lernraum von großer Bedeutung – insbesondere für Menschen mit psychosozialen oder körperlichen Bedürfnissen, für ältere Personen sowie Jugendliche und Kinder. Haluza: „Nachhaltige Naturerfahrungen im Wald sensibilisieren und fördern alle Sinne.“

Österreich ist eine „Wald-Nation“, es gibt etwa 3,4 Milliarden Bäume, das macht rund 400 Bäume pro Einwohner. Der Waldanteil an der Gesamtfläche beträgt rund 48 Prozent. Im Vergleich dazu haben Deutschland und die Schweiz je 31 Prozent. „Ein amerikanischer Forscher hat errechnet, dass ein 50-jähriger Baum in Hinblick auf den allgemeinen Umweltschutz 62.500 Dollar wert ist“, sagt Haluza. Die Herausforderung für die Zukunft, so die MedUni Wien-Forscherin: „Wir haben viel Wald und sollten darauf achten, dass er die immer häufiger werdenden Klimaextreme wie sommerliche Hitzewellen aushält. Wir müssen den vorhandenen Wald schützen und bestehenden Wald und Bäume durch widerstandsfähigere Arten rechtzeitig ersetzen.“

Quelle: Medizinische Universität Wien