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Vier Jahre Haft für Brustimplantate-Betrüger

Die Firma PIP verwendete billiges Industrie- statt Spezial-Silikon.

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Im Skandal um Brustimplantate aus Billig-Silikon hat ein französisches Berufungsgericht die vierjährige Haftstrafe für den Gründer des Herstellers PIP bestätigt.

Damit folgten die Richter im südfranzösischen Aix-en-Provence dem Antrag der Staatsanwaltschaft sowie dem Urteil der Vorinstanz. Die inzwischen insolvente Firma Poly Implant Prothèse (PIP) hatte über Jahre zehntausende Brustimplantate mit billigerem und nicht für Medizinprodukte zugelassenem Industrie-Silikon statt mit Spezial-Silikon gefüllt. Diese Kissen reissen leichter und können Entzündungen auslösen.

Weltweit wurden schätzungsweise rund 300.000 Frauen Implantate der Firma Poly Implant Prothèse (PIP) eingesetzt. Der Fall war 2010 aufgeflogen und hatte weltweit für Aufsehen gesorgt. Deutsche und französische Behörden empfahlen den Frauen, die Kissen vorsorglich entfernen zu lassen – allein in Frankreich kamen mehr als 18.000 Betroffene dieser Aufforderung nach.