Frau

Menstruation schützt Frauen vor Nierenleiden

Hormone des Monatszyklus helfen Nierenzellen dabei, sich zu regenerieren.

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In Österreich beginnen pro Jahr rund 1.200 Patienten mit einer Nierenersatztherapie. Davon sind allerdings nur ca. 35 Prozent Frauen. Darüber hinaus ist durch klinische Studien belegt, dass Frauen ein um etwa zehn Prozent geringeres Risiko haben, ein akutes Nierenversagen zu entwickeln. Bisher ist allerdings nicht bekannt, warum Frauen weniger anfällig für eine Erkrankung der Nieren sind als Männer.

Die jüngsten Forschungserkenntnisse an der Medizinischen Universität Innsbruck lassen die internationale Fachwelt jetzt aufhorchen: Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass der weibliche Menstruationszyklus einen positiven Effekt auf die Nieren haben könnte.

Analyse von Urinproben brachte Hinweis auf Menstruationszyklus
Für die Studie wurden Harnproben von Frauen, die noch nicht in der Menopause sind, gezielt analysiert. „Wir konnten dabei zeigen, dass abhängig vom Menstruationszyklus bestimmte Enzyme, nämlich Fructose-1,6-bisphosphatase und Glutathion-S-transferase alpha, vorübergehend vermehrt ausgeschieden werden“, erklärt die Leiterin der Forschungsgruppe an der Sektion für Physiologie, Judith Lechner. „Dies weist darauf hin, dass, bedingt durch die Hormone des weiblichen Zyklus, die Nierenregeneration bei Frauen besser funktionieren könnte als bei Männern.“ Das wäre eine mögliche Erklärung dafür, warum Frauen seltener von Nierenversagen betroffen sind als Männer. „Unsere Erkenntnisse könnten für die zukünftige Entwicklung von neuen Therapeutika bei Nierenerkrankungen für Männer und Frauen von Bedeutung sein“, sagt Judith Lechner.

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Das Forscherteam: v.l. Oliver Eiter (sitzend, Physiologie); Dr.in Sinikka Prajczer, PhD (Physiologie, jetzt Nephrologie); Ao.Univ.Prof.in Dr.inJudith Lechner (Physiologie); Ao.Univ.Prof. Dr. Meinhard Nevinny-Stickel (Strahlentherapie-Radioonkologie)

Bild: MUI