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GesundheitFrau teaserFrauen leben im Schnitt einige Jahre länger als Männer, sie haben allerdings im Vergleich weniger gesunde Lebensjahre.Laut Statistik Austria sind sie durchschnittlich 22,6 Lebensjahre durch „funktionale Beeinträchtigungen“ eingeschränkt, das sind um 4,4 Jahre mehr als Männer. 

Doppelbelastungen im Alltag – das Vereinen von Beruf und Familie – sowie der Lebensstil spielen dabei eine bedeutende Rolle. Ein weiterer Grund findet sich jedoch auch im Bereich der Medizin. Frauen wurden auf diesem Gebiet lange Zeit vernachlässigt. Dementsprechend weiß man heute viel mehr über Männer – die Medizin hat sich in der Forschung und Therapie lange am Prototyp Mann orientiert. Bei Frauen werden Krankheiten zumeist später erkannt, weil sie andere Symptome haben. 

Somatisch erkranken Frauen häufig im Bereich der Reproduktionsorgane, eingeschlossen Brust-, Zervix-, Uterus- und Ovarialkarzinom. Osteoporose, Inkontinenz und Morbus Alzheimer gelten als weitere häufige frauenspezifische Krankheiten. Interessant dabei ist, dass Frauen doppelt so häufig wie Männer aus symptom- und nicht krankheitsbezogenen Gründen zum Arzt/zur Ärztin gehen. Studien belegen, dass Frauen doppelt so häufig Medikamente einnehmen und in gleichem Maße zur Selbstmedikation neigen wie Männer. Drei Risikofaktoren sind herauszuheben, die die Gesundheit der Frau gefährden:

Übergewicht: kommt bei Frauen häufiger vor als bei Männern und betrifft vor allem niedrigere soziale Schichten. Bereits ein Body-Mass-Index von 25 bis 30 ist mit einem erhöhten Risiko für kardiovaskuläre (Herzund Gefäßsystem betreffend) Erkrankungen verbunden, ab BMI 40 ist das Krebsrisiko um 62 % erhöht. Rauchen: die stark ansteigende Zahl der Raucherinnen ist für eine Reihe von schweren Krankheiten verantwortlich, die speziell im Herz-Kreislauf-System zu finden sind. Die negativen Auswirkungen des Nikotins betreffen aber auch die weiblichen Reproduktionsorgane und die Hormonsekretion, die für die seelische Balance und für eine Schwangerschaft von großer Bedeutung ist.

RAUCHEN IST DER
WICHTIGSTE VERMEIDBARE
KRANKMACHENDE
FAKTOR BEI FRAUEN.

Bewegungsmangel: Frauen finden und nehmen sich weniger Zeit, zusätzlich zu ihren Alltagsbelastungen einer regelmäßigen körperlichen Aktivität nachzugehen, bei der die großen Muskelgruppen eingesetzt werden. Sich selbst nicht wichtig nehmen, stets nur das Wohl der Familie im Sinn haben, beruflich erfolgreich sein und die eigenen Bedürfnisse hintanstellen. 

Dieses Verhaltensmuster dürfte vielen Frauen vertraut sein. Dass dieses permanente Leben am Belastungslimit ein großes Gesundheitsrisiko – physisch wie auch psychisch – darstellt, könnte doch Grund genug sein, ein Umdenken anzudenken!