Frau

Der Krampf mit den Adern

Mehr als ein lästiger Schönheitsfehler

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Doppelt so viele Frauen leiden an Krampfadern – bei Männern sind die Befunde zumeist schwerwiegender und werden oft unterschätzt.

Bei Krampfadern – oder Varizen – handelt es sich um erweiterte, oberflächliche Venen, die sich schlängeln und/oder Knäuel bilden. Am häufigsten entstehen sie im Bereich der Beine.

Und ... sie sind zumeist genetisch bedingt – was bedeutet, dass diese Krankheit nicht wirklich verhindert werden kann.

Das Übereinanderschlagen der Beine verlangsamt zwar den Blutfluss – ebenso wie das Sitzen mit abgewinkelten Beinen – Auslöser für Krampfadern sind diese Gewohnheiten aber nicht.

Viel Bewegung unterstützt die Venen bei ihrer Funktion, Blut zum Herzen zu pumpen, kann die Beschwerden aber maximal etwas verzögern. Ebenso die vielgepriesenen Wechsel-Duschen.

Bei Krampfadern im frühen Stadium helfen meist Kompressionsverbände oder -strümpfe, die den Rückfluss des Blutes fördern.

Eine häufig angewandte Methode zur Behandlung ist die Verödung. Zum einen mittels einer chemischen Substanz, die in die Vene eingespritzt wird und die Gefäßwände der Krampfader verklebt. Zum anderen mittels Schaumverödung, bei der die Vene mit Schaum ausgefüllt und somit verklebt wird. In beiden Fällen wird die verschlossene Ader vom Körper wie ein Bluterguss abgebaut.

Wenn die betroffenen Venen nicht mehr richtig funktionieren, wird der Arzt zur invasiven Maßnahme greifen und die große Vene der Leiste verengen oder mittels „Stripping“ einzelne Krampfadern bzw. krankhaft veränderte Gefäßabschnitte entfernen. Der neue Trend im Bereich der Krampfadern-Behandlung geht jedoch in Richtung „minimal invasiv“.