Familie

Wenn’s passieren soll...

Wenns passieren soll

Nur bei ungefähr einem Drittel alle Paare „passiert“ eine Schwangerschaft, die restlichen zwei Drittel wünschen sich sehnlichst, dass es passiert. Ein Umstand, der
unter Berücksichtigung einiger Punkte positiv beeinflusst werden kann.

Ein wohlwollender Umgang mit seinem Körper, also eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung, ist die Basis für das Entstehen eines neuen Lebewesens. Eiweiß- und vitaminreiche Kost bringen den Stoffwechsel in Schwung, der einen erheblichen Einfluss auf den Hormonhaushalt hat.

Als Ergänzung dazu bieten sich Nahrungsergänzungsmittel, wie: Vitamin A, B12, B6, D und E an sowie Magnesium, das als DAS Fruchtbarkeitsmineral der Frau bezeichnet wird. Empfohlen wird die Einnahme einer hochdosierten Folsäure, die beim Mann die Zahl der Spermien um bis zu 75 % erhöhen kann und bei der Frau eine perfekte Rundumversorgung garantiert.

Ebenso wirkt sich regelmäßiger Sport, der den Kreislauf auf Touren bringt, positiv
auf den Körper aus. Idealerweise verzichtet man schon in der „Planungsphase“ auf
Nikotin und Alkohol. Es ist unumstritten, dass sich Nikotin sowohl beim Mann als
auch bei der Frau äußerst negativ auf die Fortpflanzungsfähigkeit auswirkt.

Rauchen verschlechtert die Qualität der Spermien und reduziert die Anzahl der lebensfähigen Samenzellen. Andererseits wird auch der weibliche Zyklus beeinflusst. Wobei hier die schädigende Wirkung nicht nur vom Nikotin ausgeht, sondern auch von jenen Substanzen, die durch das Abbrennen einer Zigarette entstehen.

Und jetzt das Erfreuliche: dem anregenden Zitat von Martin Luther: „Zweimal in der Woche gibt im Jahr 104 – das schadet weder ihr noch mir“, haben Mediziner neuerdings noch eines draufgesetzt: bei Kinderwunsch und Therapie (künstlicher Befruchtung) wird empfohlen, so häufig wie möglich Geonsversuche fehlschlagen. schlechtsverkehr zu haben – wenn möglich täglich! 

Wenns passieren soll 2

...und doch nicht passiert

Aber auch wenn der Kinderwunsch auf natürlichem Weg nicht erfüllt werden kann, gibt es glücklicherweise Möglichkeiten, schwanger zu werden. Man nennt dies „medizinisch unterstützte Fortpflanzung“.

Seit vor 33 Jahren das erste Retortenbaby auf die Welt gekommen ist, sind es nun
rund fünf Millionen Babys, die mit Hilfe einer der angewandten Methoden das Licht
der Welt erblickt haben. Diese Behandlung wird in Österreich unter anderem im
Fortpflanzungsmedizingesetz geregelt – die Möglichkeiten einer finanziellen Unterstützung im IVF-Fonds-Gesetz. Zulässig ist eine Kinderwunschbehandlung bei Ehepaaren sowie bei Paaren, die in einer eingetragenen Partnerschaft oder in einer Lebensgemeinschaft leben. Darunter fallen auch gleichgeschlechtliche Beziehungen zwischen zwei Frauen.

Bei der „künstlichen Befruchtung“ stehen verschiedene Verfahren zur Verfügung: 

. Bei der HOMOLOGEN INSEMINATION bringt man die männlichen Samen
künstlich entweder in den Gebärmütterhals oder die aufbereiteten Samenzellen direkt in die Gebärmutter oder in den Eileiter. 

. Im Gegensatz dazu wird bei der HETEROLOGEN INSEMINATION die Eizelle mit dem Samen eines fremden Mannes befruchtet.

. Mit GIFT (Gamete Intrafallopian Transfer) steht eine Methode zur Verfügung, bei der die Befruchtung der Eizelle im Körper stattfindet. Diese Variante erfordert jedoch eine Hormonbehandlung der Frau.

. Als „klassische“ künstliche Befruchtung gilt die IN-VITRO-FERTILISATION, die „Befruchtung im Glas“, bei der die befruchtete Eizelle bzw. der Embryo in die
Gebärmutter eingesetzt wird. Etwa 14 Tage danach verrät ein Schwangerschaftstest, ob die Prozedur erfolgreich war. Auch bei dieser Methode bedarf es einer Hormonbehandlung.

. Bei der IN-VITRO-MATURATION werden unreife Eizellen im Reagenzglas zum
Reifen gebracht und erst dann befruchtet. Hierbei sind nur geringere Hormongaben nötig.

. Eine häufig angewandte Methode ist auch die MIKROINJEKTION. Dabei wird die
Samenzelle, das Spermium des Mannes, direkt in das Zytoplasma (Ooplasma) einer Eizelle eingespritzt.

Erscheinen diese medizinischen Unterstützungen für viele Paare die ersehnte Möglichkeit zu sein, sich den Kinderwunsch zu erfüllen, so muss auch auf die Schattenseiten hingewiesen werden. Die sind auf der einen Seite für die Frau tragend, die Unwohlsein, Schmerzen, Overialzysten...in Kauf nimmt und einige mehrere Risiken eingeht. Und auf der anderen Seite besteht – sowohl für die Frau als auch für den Mann – eine enorme psychische Belastung – insbesondere dann, wenn die medizinischen Reproduktionsversuche fehlschlagen.

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