Familie

Mann oh Mann

Ängste und Zweifel beim Mann

Bei aller Freude über die Schwangerschaft der Frau machen sich beim Mann doch auch Ängste und Zweifel breit.

Ist die Frau schwanger, steht der Mann oft wie ein Trainer am Spielfeldrand. Am eigentlichen Geschehen kann er gar nicht teilnehmen, will aber das Feld der Schwangerschaft auch nicht seiner Partnerin alleine überlassen. Eine werdende Mutter kann in ihre Rolle – nicht nur bildlich, sondern auch wortwörtlich – hineinwachsen. Sie spürt – anders als der Mann – die Veränderungen ihres Körpers, geht zur Vorsorgeuntersuchung und stellt sich auf das Schwangersein ein. Sorgen und Fragen stehen nicht unbedingt im Vordergrund. Anders beim Mann. Da blättert sich der Katalog an Fragen auf wie die Seiten des Mutter-Kind-Passes:

Werde ich sensibel genug sein, alle Gefühlsschwankungen auszugleichen? Bin ich der Fels in der Brandung, die Schulter zum Anlehnen, der Feuerlöscher? Werde ich noch genug Zeit für mich haben? Werden wir unsere Partnerschaft noch so leben können wie bisher? Werden wir noch genug Lust erleben können? Wie wird das mit dem Sex nach der Geburt werden?

Oberste Priorität, um dieses komplexe Fragezeichen ein wenig in Richtung Rufzeichen zu rücken, ist wohl, offen und ehrlich mit der Partnerin zu sprechen und all die Ängste einzugestehen. Immer wieder.

Nur das kann der „vermeintlichen Problematik“ die Schwere nehmen. Hilfreich kann dabei auch sein, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Oft reichen schon ein paar Sitzungen. Kein perfekter Vater, Ehemann und Liebhaber wurde als solcher geboren und... wer will schon einen „perfekten“ Partner?

Mann oh Mann