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... AB DEM ERSTEN ZAHN

Milchzahnkaries ist vermeidbar

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Die Milchzähne fallen zwar wieder aus, Folgen von Karies bleiben erhalten. Sind die ersten Zähne von Karies befallen, besteht die Gefahr, dass sie die bleibenden Zähne anstecken. Müssen die kaputten Zähne früh gezogen werden, fehlen sie als Platzhalter, was zumeist eine kieferorthopädische Behandlung nach sich zieht. Und all das kann vermieden werden. 

Zum einen, in dem bereits ab dem ersten Milchzahl zweimal täglich geputzt wird. Richtige Mundhygiene beginnt mit dem ersten Zahn. Zum anderen ist das ständige Fläschchen oder Dauerstillen für die Zähne schlecht. In der Nacht werden Zucker und Säuren nicht vom Speichel neutralisiert und greifen den Zahnschmelz an. Einen wesentlichen Beitrag zur Milchzahnkaries leisten zuckerhaltige Getränke – vor allem Tees, Fruchtsäfte und Erfrischungsgetränke aller Art. Eine Trinkgewohnheit, die zur vollständigen Zerstörung der Michschneidezähne führen kann. Und dieser Prozess verläuft besonders schnell. Empfohlen wird Wasser und ungesüßter Tee als Durstlöscher, zuckerhaltige Getränke – wenn überhaupt – dann nur zu den Hauptmahlzeiten. Karies ist ansteckend, aber nicht vererbbar. „Schlechte“ Zähne werden nicht vererbt – das ist die gute Nachricht. Die weniger gute hingegen ist, dass Karies ansteckend ist. Die Bakterien werden von den Eltern auf die Kinder übertragen. Fällt der Schnuller auf den Boden, wird er oftmals von den Eltern in ihrem Mund gereinigt, wird das Kind gefüttert, nehmen Eltern den Löffel immer wieder in den eigenen Mund...

Das alles erscheint zwar völlig harmlos, sind die Zähne der Eltern jedoch von Karies befallen, kommen die Bakterien über den Speichel in den Mund des Kindes. Mittels eines Speicheltests kann festgestellt werden, wie hoch der Anteil der Erreger im Mund ungefähr ist. 

Kariesanfällig Eltern sollten demnach den direkten Speichelkontakt, wie er beim Abschlecken des Löffels passiert, vermeiden.